Professionelles Setting

Erziehungsstellen sind Maßnahmen nach § 34 SGB VIII; der Paragraph regelt stationäre Jugendhilfemaßnahmen.
Interessierte Menschen, die sich für eine Erziehungsstelle bewerben, haben eine abgeschlossene pädagogische Ausbildung, verfügen über Berufserfahrung und möchten Arbeit und Privatleben miteinander verbinden.

Die Mitarbeiter/innen erhalten bei einem Träger des Einrichtungsverbundes einen maßnahmebezogenen Arbeitsvertrag, sind damit sozialversichert und in die hierarchischen Strukturen der Einrichtung eingebunden. Das Zuhause wird zur Betriebsstätte – inklusive einer Betriebserlaubnis der entsprechenden Landesbehörde.

Die Mitarbeiter/innen verstehen sich als pädagogische Fachkräfte und nicht als „Elternersatz“.

Über die gemeinsame Hilfeplanung und weitere Gespräche werden Eltern kontinuierlich an der Gestaltung von Entwicklungsprozessen beteiligt.

In der Beziehungsarbeit der Mitarbeiter/innen mit den Kindern und Jugendlichen werden sachliche, praktische, erlebnis- und erfahrungsorientierte Aufgaben im Lebensalltag gemeinsam gestaltet.

Fachberatung und Gruppengespräche sowie Supervision gewährleisten eine regelmäßige Überprüfung des eigenen Selbstverständnisses und der eigenen Arbeit in der Erziehungsstelle.

Trotz selbstbestimmten Arbeitens bietet der Einrichtungsverbund Einbettung in Kollegen/innenkreis und eine fachlich gute Unterstützung.

Sibylle Peterich-Ewulu